ZukunftNiklaus Ramseyer: Im Jura blüht das Selbstbestimmungsrecht der Völker auf

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willi uebelherr
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Niklaus Ramseyer: Im Jura blüht das Selbstbestimmungsrecht der Völker auf

Beitrag von willi uebelherr »

Im Jura blüht das Selbstbestimmungsrecht der Völker auf
Niklaus Ramseyer, 31.03.2021
https://seniora.org/wunsch-nach-frieden ... oelker-auf

Dieser Text ist geschrieben fuer den Debattenraum(.eu) und einige fb-gruppen.

Liebe freunde,

das ist ja ein zentrales Thema, was uns ueberall direkt entgegen springt und sich geradezu aufdraengt. Wenn wir hierin uns nicht klar entscheiden wollen, verlieren wir auch die Grundlage fuer eine demokratische Selbstorganisation im Lokalen und Regionalen.

Die UN selbst hat schon bei ihrer Gruendung sich von diesem Grundsatz entfernt, weil sie die Plattform fuer den kolonialen Landraub und Fremdherrschaft in Palaestina selbst wurde. Damit koennten wir eigentlich sagen, dass die UN nie fuer das "Selbstbestimmungsrecht der Voelker" gearbeitet hat. Korea, Vietnam, Suedost Asien, Irland, Sued Tirol, Suedwest Asien, Afrika, Ozeanien. Wo wurde dieses Prinzip jemals wirklich angewandt? Ich sehe nichts ausser grosse Reden und Sprueche.

Trotzdem koennen wir sehr souveraen an diesem Prinzip festhalten, weil es wirklich eine Basis fuer globale Kooperation ist. Und wenn wir generell die Kooperation auf freiwilliger Grundlage als Basis unserer globalen Kooperation der Voelker und ihrer Regionen anerkennen und anwenden, dann koennen wir auch alle Formen von Gewaltanwendung und Zerstoerung auf unserem Planeten beenden und fuer alle Menschen in allen Regionen dieses Planeten stabile materielle Lebensgrundlagen entstehen lassen.

Die Indigenas in Suedamerika haben den Begriff "Sumak Kawsay" hierfuer gepraegt. "Das gute Leben fuer Alle in Harmonie mit der gesamten Natur". Eine strenge Erweiterung, die auf langjaehriger Erfahrung und einer an den Gemeinschaften orientierten Kultur ruht. Das ist dem westeuropaeischen Kulturkreis noch voellig fremd, weil dessen Basis der Raub, die Vertreibung und Vernichtung und Zerstoerung ist, wie wir es gut sehen koennen ueberall dort, wohin sie sich ausgebreitet haben. Diese gewaltbasierte Ausbreitung nennen wir Kolonialismus und wissen, dass er auch heute noch das bestimmende Element in den globalen Beziehungssytemen ist. Erweitert immer mit der lokalen Korrumpierung, solange es als nuetzlich fuer das grosse Werk sich erweist.

Trotz dieser katastrofalen Erfahrung fuer uns und alle Menschen auf diesem Planeten zeichnet sich ein Epochenwandel ab, der potenziell diese 5000-jaehrige Geschichte abloesen koennte. Und heute wird von Seiten der Macht-Eliten alles getan, um diesen Prozess auch noch zu beschleunigen. Sie befinden sich selbst in der Phase des "Endsieges", wo alles erreichbar scheint, von dem sie schon seit Jahrzehnten traeumen.

Und so gestalten sie auch eine "Erreger Pandemie", die nirgendwo real zu sehen ist. Das hat viel mit Religion zu tun, weil auch dort immer von etwas gesprochen wird, das real nicht existiert. Die Formen industrieller Ausbreitung erwirken zerstoerte Lebensumgebungen, die dann nur noch mit synthetischen industriellen Substanzen handhabbar sein sollen. Ein katastrofaler Schwachsinn, der sich da ausgebreitet hat.

Ich bin ja grundsaetzlich fuer die Anwendung sich selbst organisierender mechanischer Herstellungssysteme, weil sie praeziser sind, weil sie uns von sklavischer Reduktion befreien, weil sie uns die Zeitraeume erweitern, um kreativer leben zu koennen. Nur kann sich dies niemals ueber Zentralisierung und Monopolisierung durchsetzen. Stattdessen wird die radikale Dezentralisierung benoetigt, die die lokalen und regionalen Bedingungen respektieren kann.

Ob wir dafuer einen Apparat wie die UN benoetigen, stelle ich sehr in Frage und meine Erfahrung sagt mir, sobald Apparate dazu kommen, die notwendig immer parasitaer sind, werden sich die positiven Potentiale menschlicher Gemeinschaften nicht mehr erhalten koennen.

Stattdessen brauchen wir die direkte Kooperationsmoeglichkeit der eigentlichen Akteure fuer selbstbestimmte Lebensformen im lokalen und Regionalen. Und dazu brauchen wir eine Telekommunikation in Form eines InterNet, das den freien Zugang zum freien Wissen und zur freien Kommunikation ermoeglicht, die notwendig ohne Privat und Staat auskommen muss. Die konstituierenden Elemente hierfuer sind die lokalen Netzwerke in den Gemeinden im globalen Raum, souveraene und autonome Einheiten. Wir koennen sie auch "globale Doerfer" nennen. Wer dieses transportsystem wie nutzt ist immer deren eigene Entscheidung. Wir stellen nur die Transportwege zur Verfuegung, wie wir es mit den Strassen und Wegen zwischen Doerfern und Staedten kennen.

Auf dieser Grundlage koennen sich ueberall auf unserem Planeten die Faehigkeiten entwickeln und entfalten, stabile materielle Lebensgrundlagen fuer Alle zu erwirken. Die bedingende Grundlage fuer einen friedlichen Planeten ohne kriege, Militaer und Paramilitaer, ohne Ruestungs-Produktion und -Forschung, ohne Monster-Apparate und -Buerokratien. Unser Leben wird viel einfacher, weil wir komplett auf diese schwachsinnigen Ueberbauten getrost verzichten koennen. Wir brauchen sie nicht.

Aber, was wir dringend brauchen ist das Verstaendnis, das Wissen immer Welterbe oder Erbe der Menschheit ist. Wir alle beginnen unser Leben relativ leer und offen und versuchen muehsam, das aufzunehemen, was uns unsere Vorfahern aus dem globalen Raum uns uebergeben haben. Und nur wenig koennen wir als Individuen Neues hinzufuegen, weil es selbst immer auf kollektiven Prozessen mit unseren ZeitgenossInnen ruht.

mit lieben gruessen, willi
Asuncion, Paraguay

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