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Benutzer 187 gelöscht

Aufruf an alle Gruppen - Bitte weitergeben

Beitrag von Benutzer 187 gelöscht »

Aufruf an alle Gruppen - Bitte weitergeben

Das Geheimnis unseres Erfolgs liegt in der Dezentralität. Bildet Gruppen, die ein solidarisches Miteinander auf radikaldemokratischer Basis umsetzen. Bildet Keime der Demokratie. Die Selbstermächtigung durch kollektive Aufklärung ist der Schlüssel zum Erfolg. Setzt Euch mit Eurer eigenen Rolle im neoliberalen System auseinander und tragt so mit dazu bei, das Machtgefälle zu verringern. Bezieht alle ein, die ihr erreichen könnt und vermeidet Feindbilder, eine kritische und konkrete Auseinandersetzung führt trotzdem, aber auf einer solidarischen Grundlage. Tauscht Euch untereinander aus und vernetzt Euch mit anderen Gruppen. Dann werden wir zu einer Veränderung der Gesellschaft kommen. Hier können wir diskutieren: hier im Forum oder
https://www.facebook.com/groups/676910909505425
Zuletzt geändert von Benutzer 187 gelöscht am 28.09.2020, 11:36, insgesamt 2-mal geändert.


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Re: Aufruf an alle Gruppen - Bitte weitergeben

Beitrag von Benutzer 187 gelöscht »

Hallo, allerseits. Da bin ich wieder. Für diese Diskussion möchte ich einen Beitag von Mausfeld beifügen. https://deutsche-wirtschafts-nachrichte ... P5vcWu2Gr4


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Re: Aufruf an alle Gruppen - Bitte weitergeben

Beitrag von Benutzer 187 gelöscht »

Willi schrieb im Basis Stammtisch:

"...Was mir auffaellt an diesem text ist, dass keine grundlegenden prinzipien genannt werden, auf denen sich diese gruppen bilden koennten. Die QuerdenkerInnen haben zumindest eine basis. Fuer die AufsteherInnen, sofern sie ueberhaupt aufstehen wollen, scheint das nicht notwendig zu sein. Viel wichtiger fuer sie ist wohl die abgrenzung und der ausschluss."

Dazu meine Antwort:

Lieber Willi, Der Aufruf selber ist das Ergebnis eines längeren Denkprozesses. Ein wichtiger Grundgedanke besteht darin, die Ausgestaltung der Souveränität der Gruppen zu überlassen, die auch nicht notwendig aufstehen-Gruppen sein müssen
. Deshalb auch die Form eines Aufrufs, der als Impuls gedacht ist, bewusst nicht als eine belehrende Agitation (Du weißt um meine Vorbehalte dazu). Das Einzige, was ich herausstellen möchte, sind die wesentlichen Punkte, ohne die die praktische Ermächtigung nicht funktioniert. Von der Sache her ist es vollkommen gleichgültig, was die Gruppen sich konkret vornehmen, sie können auch fast wie bisher weitermachen, Demos organisieren, Mahnwachen abhalten, Plakate malen. Sie können aber auch Lesegruppen, Kochzirkel oder wer weiß was gründen. Entscheidend ist nur ,dass sie sich nach innen und nach außen radikaldemokratisch aufstellen nach solidarischen Prinzipien. Nach innen durch konsequente Konsens-Entscheidungen und Transparenz und nach außen durch den Abbau von Feindbildern und das Angebot zu Gesprächen mit Allen. Dies allein ist das Wirkelement dieser neuen Aktionsform. Es geht vor Allem um das Praktizieren einer Form von Demokratie, die noch nicht weit verbreitet ist. Wer die erlernten Vorbehalte dazu abgelegt hat, ist bereits einen großen Schritt gegangen in der Frage der Selbstermächtigung. Dem werden weitere folgen, notgedrungen. Aber das unterliegt nicht mehr meiner Steuerung. Was ich nur noch machen kann, ist einen Ort für die Reflexion und den Austausch anzubieten, was ich ja auch bereits gemacht habe. Und ich kann meine Erfahrungen mit unserer Gruppe, die so funktioniert, einbringen.
Zuletzt geändert von Benutzer 187 gelöscht am 29.09.2020, 06:44, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: Aufruf an alle Gruppen - Bitte weitergeben

Beitrag von Benutzer 187 gelöscht »

Noch eine Ergänzung, Willi. Falls Du sowas wie Aufforderungen zum Kampf gegen die Regierung oder zum Kampf gegen Rechts vermisst, dann sage ich Dir meinen Standpunkt dazu. Das sind keine wesentlichen Felder, das sind Orte, wo wir unsere Kraft vergeuden und Windmühlen bekämpfen. Wir können vollkommen auf der Basis des Grundgesetzes uns weiterentwickeln und so die Gesellschaft verändern. Und teilnehmen können eigentlich alle, egal welcher politischen Ausrichtung. Dieser Aufruf spricht den Souverän an, ohne Ausgrenzung. Ob die Herrschenden das wahrnehmen und wie sie reagieren weiß ich nicht, das werden wir sehen.


willi uebelherr
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Re: Aufruf an alle Gruppen - Bitte weitergeben

Beitrag von willi uebelherr »

meine Antwort an @Steffen Beck in der fb-gruppe "Aufstehen basis stammtisch":

"die Ausgestaltung der Souveränität der Gruppen zu überlassen .."
Sprachlich ein Unsinn, aber ich denke, ich weiss, wovon du reden willst.

Souveraen, aus dem franzoesischen Absolutismus, heist nur freie Entscheidungsfindung. Sie sagt nichts darueber aus, wie nun diese Entscheidungen realisiert werden koennen und ob sie ueberhaupt realisiert werden koennen.

Hier gibt es dann den Begriff der Autonomie. Das Subjekt kann frei entscheiden, weil es diese auch umsetzen kann.

Das ist so wichtig, weil eine Aufloesung von Herrschaft der Eliten notwendig sich im oekonomischen Unterbau vollzieht und niemals im politischen Theater.,

Selbstverstaendlich koennen diese gruppen beliebigst agieren. Sie koennen sich auch als Selbsterfahrungsgruppen mit kollektivem Jammertal organisieren. Das entscheidende ist, ob es ueberhaupt Zielsetzungen gibt und welche.

Alle Gruppen, die sich thematisch organisierten und die ich kenne haben immer konsens-orientiert gearbeitet. Es geht gar nicht anders.

Alle politischen gruppen, die ich kennengelernt habe, haben mit quantitavier Entscheidungsfindung gearbeitet, weil sie auch real nichts zustande bringen wollten. Quantitative Entscheidungsfindung treffen wir immer dort, wo es keine Substanz gibt. Schwatzbuden.

Dezentralisierte Gruppen-Strukturen sind immer hoch vielfaeltig wegen ihrer hoch unterschiedlichen Biografien sowohl der Einzelpersonen als auch der Gemeinschaft. Insofern treten hier grundsaetzliche Prinzipien nach vorne, die wir als gemeinsamen kleinsten Nenner verstehen koennen. Also was verbindet diese einzelnen gruppen, um als kooperativer Verband der gruppen agieren zu koennen, wenn es mal notwendig sein sollte.

Und genau das fehlt in deinem Aufruf.


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Re: Aufruf an alle Gruppen - Bitte weitergeben

Beitrag von Benutzer 187 gelöscht »

Lieber Willi, wenn ich jetzt mal von Deinem pädagogischen Zeigefinger absehe und nach dem Sinn Deiner Kritik suche, dann wird Deine Aussage ziemlich dünn. "Selbstverstaendlich koennen diese gruppen beliebigst agieren. Sie koennen sich auch als Selbsterfahrungsgruppen mit kollektivem Jammertal organisieren. Das entscheidende ist, ob es ueberhaupt Zielsetzungen gibt und welche." -Wenn ich Dir erklärt habe, dass die Gruppen selbst den Inhalt ihrer Tätigkeit festlegen sollen, dann ist dies auch einer Besonderheit diese Aufrufs geschuldet, die Du offenbar nicht sehen willst. Jede beliebige Gruppe, außer natürlich die, die durch ihr Regelwerk Demokratie ausschließen, können dem Aufruf folgen. Es wäre schön, wenn sie es täten.Das hier ist keine Gründung einer neuen Bewegung, es ist eher ein Versuch aus unterschiedlichsten Gruppierungen zu einer gemeinsamen demokratischen Auffassung zu kommen. Und darin liegt eine gewaltige Kraft. Die Gruppen müssen auch nicht gemeinsam agieren, jede kann ihr eigenes Feld ausfüllen, vieleicht aber im Rahmen des Ausstauschs mit anderen Gruppen auch neue Perspektiven gewinnen. Das ist aber ein sekundärer Effekt. "Also was verbindet diese einzelnen gruppen, um als kooperativer Verband der gruppen agieren zu koennen, wenn es mal notwendig sein sollte." -Auch Du drängst mit Deinem Einwurf in eine zentralisierte Richtung. In diesem Fall ist sie überflüssig.


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Re: Aufruf an alle Gruppen - Bitte weitergeben

Beitrag von Benutzer 187 gelöscht »

Ich ergänze den weiteren Verlauf der Diskussion im Basis-Stammtisch:

Steffen BeckAutor/in Noch eine Ergänzung, Willi. Falls Du sowas wie Aufforderungen zum Kampf gegen die Regierung oder zum Kampf gegen Rechts vermisst, dann sage ich Dir meinen Standpunkt dazu. Das sind keine wesentlichen Felder, das sind Orte, wo wir unsere Kraft vergeuden und Windmühlen bekämpfen. Wir können vollkommen auf der Basis des Grundgesetzes uns weiterentwickeln und so die Gesellschaft verändern. Und teilnehmen können eigentlich alle, egal welcher politischen Ausrichtung. Dieser Aufruf spricht den Souverän an, ohne Ausgrenzung. Ob die Herrschenden das wahrnehmen und wie sie reagieren weiß ich nicht, das werden wir sehen.

Guido Schulz Steffen...endlich sprichst du es aus. Du willst dich nicht mit den Mächtigen anlegen. Stellst damit nicht die Machtfrage. Damit bleibt dein Handeln im Prinzip ergebnislos. Auch der Verweis auf das GG, an das sich ja aus deiner Sicht alle halten, ist leider auch nur Ablenkung. Es wird von den Mächtigen täglich mit Füßen getreten. Der Dienst, der die Verfassung schützen sollte, bekämpft leider Menschen wie uns, denen die Verfassung wichtig ist. Deshalb sollten sie sich Regierungsschützer nennen...nicht Verfassungsschützer

Steffen BeckAutor/in Guido Schulz was soll das jetzt, ich stelle die ganze Zeit die Machtfrage. Nur glaube ich nicht, dass es sinnvoll ist, mit dem Kopf gegen die Wand zu laufen. Wir brauchen keine Märtyrer. Vor allem nicht, wenn sich das Machtgefälle wirksam verändern lässt. Das GG " Es wird von den Mächtigen täglich mit Füßen getreten.", siehst Du, jetzt agitierst Du mich auch schon wieder, oder die Leser? Wir haben zu klären Wer sind die Mächtigen und wie treten sie konkret? Einig sind wir uns wenigstens in der Frage, dass das GG einer Demokratisierung nicht im Wege steht. Das es Widerstände geben wird ist mir auch klar, aber damit müssen wir konkret und nicht prinzipiell umgehen.

Steffen BeckAutor/in Guido Schulz, ich habe den Eindruck Jürgen Michael und Du checken ab, ob ich zu den "Revolutionsgarden" gehöre. Ihr braucht nicht weiter zu checken, ich gehöre nicht dazu. Ich habe deutlich gesagt, dass ich von Verschwörungen und Feindbildern nichts halte, und das aus gutem Grund. Allerdings werfe ich Euch auch vor, dass Ihr es mit der radikalen Demokratie nicht so genau nehmt. Und das finde ich schade. ---"Stellst damit nicht die Machtfrage. Damit bleibt dein Handeln im Prinzip ergebnislos." - Erklärst Du mir mal bitte diese beiden Sätze? Ich sehe keinen Sinn darin. Ich meine sachlich. Die emotionale Botschaft habe ich durchaus verstanden. Ich könnte übrigens mit der gleichen Phrase hantieren, bezogen auf Eure Position. Wenn ihr zur Lösung der Machtfrage untaugliche Mittel wählt, bleibt Euer Handeln nicht nur im Prinzip, sondern auch praktisch wirkungslos. Im Gegenteil, ihr unterstützt damit sogar die Mächtigen.(vgl. Interview Mausfeld). Eine Methode, die schon tausendmal nicht funktioniert hat, wird dadurch nicht besser. Wo ist Eure Klärung der Frage "Wo befindet sich die Macht? Wie kann man sich ermächtigen?" Da finde ich bei Euch keine Antworten, nicht mal in der Theorie. Bevor das aber nicht klar ist, braucht man nichts zu belagern, es sei denn man hat gerade nichts Besseres zu tun.

Steffen BeckAutor/in Übrigens Guido Schulz und Willi Übelherr. Vielen Dank für die tatkräftige Unterstützung meiner Aktion.🙃

Guido Schulz Steffen Beck....das machen wir doch gerne.


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Re: Aufruf an alle Gruppen - Bitte weitergeben

Beitrag von Benutzer 187 gelöscht »

Nachdem also nun Vertreter des linksradikalen Spektrums deutliche Ablehnung signalisiert haben und die dezentrale Demokratisierung ganzer Bereiche der Gesellschaft als "rechts" und "regierungsfreundlich" kategorisiert haben, wende ich mich also an alle Anderen und damit an die deutliche Mehrheit des Souveräns. Ich wende mich an alle, die die Ohnmacht satt haben und die sich mit dem Gang zur Wahlurne alle 4 Jahre nicht zufrieden geben, an Alle, die die scheinheilige bürgerliche Demokratie durchschaut haben., an Alle, die wirklichen Einfluss auf die Politik, sowohl im inneren, wie im äußeren Bereich nehmen wollen, an die, die genug haben von Intransparenz und dem zufälligen offenbar Werden skandalöser Machtmissbräuche. Ich wende mich an die die Frieden wollen statt Bundeswehreinsätze im Ausland, an die, die die merkwürdigen "Demokratie- und Freiheitsbestrebungen" der Bundesregierung in Ländern wie Ukraine und Belorussland durchschauen, an die, die in friedlichen Beziehungen zu Russland und China einen Garanten für den Frieden sehen. Ich wende mich an die Umweltschützer und an all die andere Bewegten, die konkrete Probleme der Gesellschaft aufgreifen und oft genug erleben müssen, nicht gehört zu werden. Ich wende mich an die Armen und sozial Benachteiligten, deren Interessen hinter denen des Kapitals zurückstehen müssen. Lasst uns in unserem Land demokratische Verhältnisse herstellen. Lasst es uns radikal demokratisieren.

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