Wissenswertes SARS Cov2Ärzte ziehen nach und unterstützen Liefers und Schauspielerkollegen

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Guido
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Ärzte ziehen nach und unterstützen Liefers und Schauspielerkollegen

Beitrag von Guido »

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Genau, das ist die richtige Entscheidung. Auch wenn diese fremdgesteuerte Regierung mit ihren Schergen Druck auf diese 53 Helden ausüben, die ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz für uns alle aufs Spiel setzen, einige diesem Druck nicht standhalten konnten, rücken die nächsten Mutigen nach. Allen Aktivisten, auch denen, die den Druck nicht aushalten konnten, mein Dank und meine tiefste Verneigung.


https://reitschuster.de/post/danke-alle ... eren-sich/


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Guido
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Nun auch mutige Studenten, welche sich hinter die Schauspieler stellen.

Beitrag von Guido »

Nun auch Unterstützung von Studenten. Einfach wunderbar, wir lassen uns nicht die Münder verbieten, wir lassen uns nicht die Seelen zertreten. Danke an die tollen Menschen.
Deutschland, doch das Land der Dichter und Denker, nicht der Denunzianten und Henker?
https://youtu.be/x6A2XgQtLYs


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Guido
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Zu #allesdichtmachen und den Reaktionen des Regimes

Beitrag von Guido »

Eine aus meiner Sicht treffende Einschätzung, was die Reaktionen der Medien und der Polit-Vasallen in Wirklichkeit bedeuten.

https://youtu.be/KW0IYiYNZnA
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Guido
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#allesdichtmachen - U. Tukur erzählt uns eine kleine Geschichte

Beitrag von Guido »

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Vor ein paar Tagen rief mich meine alte Freundin, nennen wir sie Irma, an . . . stopp! Ich sollte besser schreiben: «langjährige Freundin», man weiss ja nie, nachher versteht sie «alte Schachtel», und es könnte sie verletzen, weil sie ja noch lange nicht die Oma ist, als die ich sie schon im fünften Wort dieses Artikels bezeichne.
Und ich müsste mich entschuldigen, es klänge ihr nicht aufrichtig genug, ein Satz ergäbe den anderen, und am Ende läge unsere, jetzt aber: alte, langjährige Freundschaft in Trümmern. Zwei Beziehungen sind mir dieser Tage auf ganz ähnliche Weise zerbrochen, und bis jetzt bin ich fassungslos, dass wir keinen Weg mehr aus diesem Missverständnis herausgefunden haben.

O ja, man muss nicht nur darauf aufpassen, was man tut, sondern auch auf jedes Wort achtgeben, das man sagt. Nur: So viel Umsicht, dass irgendwann nicht doch einmal etwas schiefgeht, kann kein Mensch aufbringen.

Aber so ist Irma zum Glück nicht. Ihre Stim­me war leise und sorgenvoll. Sie wollte wissen, wie ich das alles nur aushielte, all die Bösartigkeit und diesen schon phantastischen Hass, den wir mit unserer Aktion #allesdichtmachen auf uns gezogen hätten. Und sie setzte hinzu, dass sie selbst mehr als froh sei, nicht gefragt worden zu sein, vielleicht wäre sie so unvorsichtig gewesen mitzumachen, und das hätte ihr den sicheren Herztod beschert. Irma ist, das muss ich hinzufügen, leider Gottes auch Schauspielerin.

Ich habe erst einmal tief durchgeatmet, weil sie friedlich gestimmt war und so etwas wie Verständnis für meine Haltung aufbrachte. Sie weiss, dass ich jeder Form von politischem Extremismus abgeneigt bin, dass ich ein freundlicher, mitfühlender Mensch bin, grossen Wert auf Höflichkeit lege und an gegenseitigen Respekt glaube, ohne den kein einvernehmliches Miteinander unter uns sterblichen Menschen möglich ist.

Darum vermutete sie hinter meiner Teilnahme an diesem Husarenstück etwas anderes als Eitelkeit, Zynismus oder Menschenverachtung. Und da, fand ich, hatte sie recht.


Mir ging es, erklärte ich ihr, darum, eine Politik zu hinterfragen, die uns seit über einem Jahr mehr oder weniger einschliesst, die Basis unseres Lebensgefühls, unsere Kultur ausschaltet und demoliert, Kindern und jungen Menschen ihren Lebensstart vermasselt, uns die Lebensfreude nimmt und alle sich ständig ändernden Regelwerke, die dies durchsetzen, als alternativlos hinstellt.

Dass eine Pandemie, wie wir sie ohne Zweifel erlebten, ein hohes Mass an Sicherheit braucht und ohne Einschränkungen nicht auskommt, um uns nicht über den Kopf zu wachsen, sei mir völlig klar und richtig, versicherte ich ihr, und auch, dass in den heillos unterfinanzierten Krankenhäusern von schlecht bezahltem Personal bewundernswerte Arbeit geleistet werde.

Aber diese Massnahmen müssten da enden, wo sie sinnlos und unlogisch seien und unnötiges Elend auf der Seite derer anrichteten, die versuchten, ihr Leben zu gestalten und ihrer Arbeit nachzugehen, um auf einmal festzustellen, dass sie keine mehr hätten.
Hast du eine Ahnung, fragte ich sie, wie viele Menschen auch ausserhalb der Krankenhäuser sterben, sich umbringen, weil ihr Lebenswerk zerstört ist und ihre Familien und Ehen in die Brüche gingen?

Wir wussten es natürlich beide nicht, denn all das erscheint nicht im Kalkül und Bestand der gegenwärtigen Politik. Aber ich weiss, dass Rudi, der Gastwirt, der im Unterstock unseres Hauses seine Kneipe seit dreiundvierzig Jahren mit viel Herzblut und Persönlichkeit führt, nicht aufgeben müsste, würde man ihm wenigstens die Tische im Freien erlauben.

Natürlich hätte ich auch noch von Dorka erzählen können, unserer femme de ménage (keine Ahnung, welches der deutschen Wörter noch erlaubt ist, darum lieber französisch), die uns bat, zweimal in der Woche putzen zu dürfen, weil sie nicht mehr wisse, wie sie sich und ihre Familie durchbringen solle. Ihr Mann besass ein kleines Subunternehmen, das in der Krise kollabiert war, und staatliche Hilfe habe sie nicht oder in nur sehr geringem Masse erhalten. Aber ich habe Irma das alles dann nicht mehr erzählt, ich hatte das Gefühl, es war genug.

Und darum habt ihr diese Aktion gestartet, fragte sie vorsichtig, war das richtig?

Ich weiss es nicht, antwortete ich. Wir wollten einfach mit unseren Mitteln etwas in Gang setzen, den uralten Mitteln des Narren, der seinem König den Zerrspiegel vorhält, um auf Missstände hinzuweisen, die Fenster dieses dumpfen Hauses wollten wir aufreissen und frische Luft hereinlassen.

Wir wollten, dass die Bürger dieses Landes wieder gehört und ernst genommen werden und dass ihnen nicht einfach etwas vorgesetzt wird, heute diese, morgen jene Verordnung, die sie stumpf zu befolgen hätten, ob sinnvoll oder nicht. Eine solche Konstellation hat uns in unserer Geschichte noch nie gutgetan.

Wir schwiegen einen Augenblick. Sie seufzte, ich dachte nach. Es schien mir auf einmal alles so schwer auf den Punkt zu bringen.

Vielleicht hätte mir klarer sein müssen, sagte ich dann, wie sehr die Nerven der Menschen blankliegen. Dass jeder in seiner Art unter dieser Pandemie litt und ängstlich und ungehalten sei und ein satirischer Angriff in dieser seelischen Gemengelage lang aufgestaute Kräfte freisetzt, die mit ihrer explodierenden Wucht jede Vernunft und Fairness zur Seite schleudern würden.

Wer vor lauter Wut und Empörung die Person nicht mehr erkennt, die vor ihm steht und ihn mit ihrer abweichenden Meinung so enttäuscht hat, macht aus ihr etwas, das sie nicht ist. Er verwandelt einen Menschen, der eine friedliche, humanistische Weltsicht verkörpert und sich meinetwegen sogar ­politisch links orientiert, im Handumdrehen in einen rechtsradikalen Wirrkopf und zynischen Menschenverächter.

Das ist ein so phantastischer Vorgang, dass man ihn kaum mehr nachvollziehen kann. Freunde, Kollegen, Agenturen greifen Personen an, von denen sie im Herzen doch ganz genau wis­sen, dass sie nicht unlauter sind. Sie gehen ihnen an die Gurgel, weil sie sich auf den Artikel 5 unseres Grundgesetzes berufen und versucht haben, sich mit ihren eigenen Mitteln, denen der Kunst, der Satire, der Persiflage gegen einen offensichtlichen Missstand zu wehren.

Warum muss man jemanden, der in einer Sache anders denkt, so zwanghaft auf Linie bringen? Warum diese Intoleranz, diese Empörung, dieser Hass? Dieser Unwille zum Streit um die Sache? Vermutlich wütet der, der sich so vehement auf die «richtige» Seite stellt, gegen sich selbst, weil er es selbst nicht schafft, aufzustehen und «Halt» zu rufen, weil er einfach nur apathisch in den Kulissen dieses Trauerspiels herumsteht und sich im Stillen dafür schämt.

Ich weiss nicht, ob das stimmt, antwortete Irma, das scheint mir jetzt sehr übertrieben.

Ich weiss es auch nicht, vielleicht hast du ja recht, gab ich zurück, ich versuche nur herauszufinden, warum eine solche Aktion, die aus ein paar mehr oder weniger witzigen, eher harmlosen Filmchen besteht (stell dir vor, die Franzosen oder Engländer hätten so etwas gemacht!), einen solchen Aufschrei verursacht und derart missverstanden wird.

Ist doch klar, sagte Irma, weil die Nerven der Menschen blankliegen, du hast es doch selbst gesagt! Warum seid ihr nicht in Talkshows gegangen, um darüber zu diskutieren?

Weil wir keine Politiker oder Journalisten sind, gab ich zurück, weil wir unsere eigene Sprache und Mittel haben, uns auszudrücken. Und weil man nicht alles kommentieren muss. Wenn das Kunstwerk erst durch den Kommentar in Erscheinung tritt, ist es nichts wert, verstehst du? Ich war ein bisschen laut geworden.

Du musst mich jetzt nicht anschreien, sagte sie, ich habe dir nichts getan.

Tut mir leid (ich senkte meine Stimme um ein paar Dezibel), das wollte ich nicht, auch meine Nerven sind etwas angegriffen, wie du siehst.

Wir schwiegen einen Moment. Plötzlich fing Irma an zu kichern, dann lachte sie laut, und es dauerte eine ganze Weile, bis sie sich wieder einfing. Sie schien mir plötzlich wie ausgewechselt.

Eigentlich ist das alles so lächerlich, nahm sie den Faden wieder auf, da drehen bisher unbescholtene Leute ein paar schräge Filmchen, weil sie etwas kritisieren wollen, das in ihren Augen schiefläuft, und ein halbes Volk schnappt nicht nur ein, sondern vollkommen über. Das ist so was von humorlos! Lachen muss in jeder Krise möglich sein.

Ich wollte etwas erwidern, ihr sogar recht geben, aber keine Chance, ich kam nicht mehr dazwischen, sie redete sich in Rage.

Ausserdem, mein Lieber, fuhr sie, ohne Luft zu holen, fort, ist es total irre, zu sehen, dass diejenigen, die früher gegen das herrschende System und die staatliche Bevormundung anrannten, heute diesen neudeutschen Untertanengeist verkörpern und strikten Gehorsam fordern und alles skandalisieren, was sich dem widersetzt. In keiner dieser unsäglichen Talkshows sitzt auch nur irgendjemand, der den Mund wirklich aufmacht, alle hocken sie da wie hypnotisiert, haben Angst und reden nur das, was erlaubt ist.

Moment mal, versuchte ich zu intervenieren, das ist ja nicht wahr, da gab es auch Leute, die sich sehr kritisch äusserten . . .
Das ändert doch nichts am Grossen und Ganzen, bügelte sie mich ab, und lass mich gefälligst ausreden! Die Fernseh- und Radioanstalten sind zu willfährigen Staatssendern verkommen, und die meisten grossen Zeitungen verbreiten die gleichen Beleidigungen und persönlichen Angriffe wie die notorisch überhitzten, asozialen Netzwerke.

Halt, widersprach ich, das ist völliger Käse, wir leben in keiner Diktatur! Es gab Medienberichte, die nicht nur Verständnis äusserten, sondern sich gar auf unsere Seite . . .

Binäres Denken, wohin ich gucke, fuhr sie unbeirrt fort, als hätte sie mich gar nicht gehört, lauter kleine Computer, 0 oder 1, ja oder nein, gefällt mir oder nicht, keine Zwischentöne, keine Farbnuancen, alles schwarz oder weiss.

Die Menschen hier, versuchte ich einzuwerfen, mögen es eben nicht, wenn sich jemand zu weit aus dem Fenster lehnt, das mochten sie noch nie . . .

Aus dem Fenster der Mittelmässigkeit, kam es durchs Telefon, wie recht du hast, und missgünstig sind sie obendrein, kleinkariert und total humorlos! Diese unerträgliche Herablassung einer Politikerkaste, die nie gearbeitet hat, schrie sie mich an und warf jede Kontrolle über Bord, diese bleichgesichtigen Technokraten mit ihren verbalen Versatzstücken, die von ihrer totalen Unfä­higkeit in dieser ganzen Pandemie ablenken wollen, die sich sogar persönlich daran bereichert haben!

Moment mal, Irma, das waren nur ganz wenige, warf ich ein, ohne viel Hoffnung, dass sie mir noch zuhörte, die meisten von ihnen sind doch genauso hilflos wie wir . . .

Das Grundgesetz wird ausser Kraft gesetzt, der Artikel 5 mit Füssen getreten, nach Berufsverboten geschrien, die Nazikeule geschwungen. Sie lassen es zu, dass unsere Sprache ruiniert wird, ich darf nicht mehr Lehrling oder Muttermilch sagen, die Zigarettenschachteln werden mit Bildern von verfaulten Raucherbeinen bedruckt, demnächst gähnt mich ein Totenkopf vom Weinflaschenetikett an . . .

Halt, Irma, stopp!, rief ich in den Hörer, bist du jetzt völlig übergeschnappt? Hör auf damit, du bringst ja alles durcheinander! Für diesen Quatsch kriegst du allenfalls donnernden Applaus aus der falschen Ecke . . .

Was bist du nur für ein Arschloch, sagte sie und legte auf.

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Leserreaktion an nzz zu Artikel U. Tukur

Beitrag von Guido »

Herzlich, authentisch und frisch, nie waren sie so wichtig, unsere mutigen Schauspieler. Ich werde ihre Aktion nie vergessen und jeden einzelnen, auch die Ängstlichen, die man versucht hat einzuschüchtern, die zurück gerudert sind, in meinem Herzen tragen.
Es war euer bisher wichtigster Auftritt.
Ich verneige mich vor jedem einzelnen.

Guido Schulz aus Magdeburg
Friedensaktivist und Radikaldemokrat

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